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beunruhigt. Ihnen kann ich's ja wohl ſagen, es iſt mir im Grunde gar nicht recht, daß er ſo jung ſchon Profeſſor geworden iſt, er iſt in einem Alter, wo man ſonſt noch zu lernen hatte. Aber was will ich machen! Ich muß mich wohl ſelber darüber freuen, denn er iſt ja mein Sohn, aber wie geſagt, es iſt mir nicht recht. Nun wird er ſich nicht begnügen wollen, wird auf der Stufe, die er gleich anfangs erreicht hat, nicht bis ans Ende ſtehen bleiben wollen, er wird höher
und immer höher ſtreben— aber wer hoch ſteigt, fällt tief! Im Thale wohnt ſich's beſcheidener, aber ſicher.“
„Der Grundſatz hat viel Wahres, aber er iſt doch kaum richtig, weil er ſich nicht allgemein machen läßt. Was würde aus der Welt werden, wenn alle Menſchen ſo dächten und handelten?“
„Es würde nicht ſchlimm ſtehen, glauben Sie mir, aber alle werden das nie. Es wird immer genug geben, die ſich nicht begnügen wollen.“
„Begnügen? Und warum ſollte man das? Warum ſich freiwillig engere Grenzen ziehen, als die eigene Be⸗ fähigung ſie gezogen hat? Ich ſollte meinen, daß ſich jeder das höchſte Ziel vorſetzen und immer nur mit dem Erreichbaren ſich becnügen dürfe. Sollten die Höhen des Lebens nur dazu da ſein, um wie die Gebirge in


