„Seine Durchlaucht ſind plötzlich unwohl geworden“, beruhigte ſie Bauer,„es wird hoffentlich vorübergehen. Bringen Sie doch Ihre Durchlaucht hinweg, Fräulein“, rief er dann Primitiva zu.
Dieſe, ſelbſt kaum im Stande, ſich aufrecht zu er⸗ halten, geleitete die Herzogin an ihr Lager, auf das dieſe in Ohnmacht hinſank.
Inzwiſchen war Alles, den ſogleich herbeigeeilten Leibarzt an der Spitze, um den Herzog beſchäftigt, der regungslos dalag und kein Zeichen des Lebens von ſich gab. Vergebens hatte man ihn an Hals und Bruſt von den Kleidern befreit, vergebens ihn mit Eſſenzen und Kräutergeiſtern begoſſen, und als der Arzt eine Ader öffnete, floſſen nur einige Tropfen.
„Ein Schlagfluß!“ flüſterte der Arzt achſelzuckend den ihn Umſtehenden zu, die ſich wie betäubt anſahen. „Es iſt keine Hoffnung da, Seine Durchlaucht wieder zum Leben zu bringen.“
In dem Augenblick wurde die Thür aufgeriſſen und der Prinz eilte herein.
„Wo ſind Sie, mein Vater?“ rief er.„Ich muß Sie ſehen, muß Ihnen ſagen—“ Da erblickte er den Sterbenden und ſtürzte mit einem herzzerreißenden Weh⸗ ruf zu deſſen Füßen nieder, indem er zugleich die herab⸗ hängende erkaltende Rechte ergriff und mit Thränen und


