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„Aber, mein Wertheſter“, näſelte der Andere, ein feines, hageres Männchen, deſſen fahle Augen durch eine goldene Brille ſpähten,„überhören Sie denn ganz, was ich Ihnen ſeit einer Viertelſtunde un⸗ ausgeſetzt vorſtelle? Es iſt eine Geſetzesverletzung, die mich in ſo bewegten Zeiten aufs äußerſte bloß⸗ ſtellt.“.
„Wenn Sie nur wüßten, Graf“, entgegnete der An⸗ dere mit unverſtelltem Hohne,„wie ſolche Redensarten Ihnen zu Geſicht ſtehen! Soll ich die Stelle Ihres Gewiſſens vertreten und Ihnen die Fälle, und viel geringere als den gegenwärtigen, herzählen, wo Sie nicht ſo bedenklich waren?“
„Aber Sie treiben mich da wirklich auf eine Weiſe in die Enge—“" ſtotterte der Graf entgegen.
„Keineswegs!“ fuhr der General fort.„Ich lege Ihnen einfach die Wahl vor, ob Sie Ihr Portefeuille behalten wollen oder nicht. Der Säbel muß regieren und ein bischen aufräumen dürfen, ſonſt iſt keine Ruhe herzuſtellen. Hören Sie nur, wie das Geſindel brüllt! Da ſind Ihre unnützen Formalitäten von Juſtiz und Gerechtigkeit am unrechten Platz, der kürzeſte Proceß iſt der beſte. Noch einmal alſo und ebenfalls in Kürze: entweder Sie proclamiren die Einſetzung der Kriegsge⸗ richte, oder ein anderer Miniſter thut es ſtatt Ihrer,
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