Teil eines Werkes 
1. Band (1869)
Entstehung
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„Ich ſage, daß es gegen den Reſpekt iſt, ſich ſo auszudrücken. Durchlaucht bedarf keinen Rath von Ihnen, Herr Bornemann, und wenn Ihnen die Livree lieb iſt, ſorgen Sie, daß Höchſtdieſelben nie eine ſolche Aeußerung erfahren!“

Damit wendete ſich der Oberkammerdiener und ver⸗ ſchwand, mit ſichtbarer Uebung den ſpiegelglatten Par⸗ quetboden dahingleitend, in einer hohen Flügelthür Der Zurückgebliebene ſah ihm einen Augenblick mit giftiger Miene nach.„Uebermüthiger Kerl“, brummte er vor ſich hin und klappte die Doſe zu, aus der er ihm eben ein Prischen hatte anbieten wollen.„Ich erleb' es doch noch, daß du Dir den hoffärtigen Hals brichſt!“.

Das Selbſtgeſpräch des Erzürnten wurde durch den Eintritt zweier Männer unterbrochen, deren Aeußeres und ſicheres Benehmen die Vertrautheit mit dem Orte zeigten, an dem ſie erſchienen. Auf einen Wink ent⸗ fernte ſich der Diener und der eine, ein ſtarker, wohl⸗ gebauter Mann in Generalsuniform, begann mit großen Schritten die Gallerie auf und ab zu ſchreiten.„Graf, ich erſuche Sie noch einmal, auf meinen Antrag einzu⸗ gehen und ihn vor dem Herzog zu unterſtützen. Es gibt keinen andern Ausweg, die Macht des Herzogs und damit die unſerige aufrecht zu erhalten!“