Teil eines Werkes 
1. Band (1869)
Entstehung
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Während Ulrike bemüht war, die Räthin zu beru⸗ higen, welche ſo ergriffen war, daß ihr eine Ohnmacht drohte, eilte Beppo faſt athemlos herbei.

„Was iſt geſchehen?“ rief ihm Friedrich entgegen.

„Ach, Signor“, erwiderte dieſer beinahe keuchend,„ein großes Unglück! Sie wiſſen wohl, es ſtand Alles dicht voll Menſchen auf den Straßen und Plätzen, aber Al⸗ les war ruhig, weil ſie eine Deputation an den Herzog geſchickt hatten, die ihn bitten ſollte, die neue Auflage zurückzunehmen. Da fiel es auf einmal einem jungen Offizier ein, die Leute vertreiben zu wollen, und als ſie nicht wichen, ließ er drunter ſchießen.“

„Entſetzlich!“ rief Friedrich.

„Das iſt der Dienſteifer dieſer Schergenſeelen“, murmelte Riedl, der noch bleicher geworden war als gewöhnlich.„Hat es Todte gegeben?“

„Ihrer acht oder neun, ſagt man“, fuhr Beppo fort, „aber das Schlimmſte war, daß es nun hieß, die De⸗ putation werde in der Reſidenz gefangen gehalten. Darüber wurden die Leute wüthend, ſie haben die Thore der Thomaskirche eingeſprengt und läuten Sturm— das Militär rückt mit Kanonen an— der Himmel weiß, was es geben und wie das enden wird!“

„So iſt keine Zeit zu verlieren“, rief Riedl, ſeinen Hut ergreifend.„Daß dieſes ſchöne Zuſammenſein ſo