Teil eines Werkes 
1. Band (1869)
Entstehung
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unangenehm geſtört wurde, iſt vollkommen bezeichnend für unſere Zeit— es gilt kein Abſchließen mehr gegen das, was draußen vorgeht! Wir müſſen mit hinein in den Strom, und Alles, was wir thun können, iſt, ſo⸗ lange als möglich gegen das Unterſinken zu kämpfen.“

Damit wollte er ſich empfehlen, allein Führer bat ihn, zu verziehen, weil er ihn begleiten wolle. Dieſer Entſchluß rief großen Widerſpruch hervor. Ulrike ver⸗ barg ihre Beſorgniß nur mit Mühe hinter freundlichem Zureden. Die Räthin dagegen verſuchte alle ihr zu Gebote ſtehenden Mittel der Ueberredung, um den Sohn von dem unheilvollen Schritte, wie ſie ihn nannte, ab⸗ zuhalten.

„Mein Sohn“ eiferte ſie,„es iſt eine alte Wahrheit: Was Deines Amts nicht iſt, das laß! Was haſt Du, der friedliche Mann der Wiſſenſchaft, inmitten eines rebelliſchen Volks zu thun? Bleibe bei uns— bei uns iſt Deine Stelle!“

„Mutter“, entgegnete Friedrich ruhig, aber feſt,„die Zeit iſt vorbei, wo die Wiſſenſchaft die Stube oder das Haus für ihr Bereich halten durfte. Jetzt muß ſie ins Leben hinaus und hat nur dann Bedeutung und Werth, wenn ſie von ihm geprüft und erprobt wurde. Ich habe mich der Wiſſenſchaft des Rechts ergeben, darum iſt überall meine Stelle, wo es gilt, einem Bedrängten