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Sie durch meine Aeußerung verletzt habe. Es iſt un⸗ gern geſchehen, und damit mich das kitzliche Thema, über das ich nun einmal meine eigenen Gedanken habe, nicht nochmals in dieſe Verlegenheit bringt, laſſen Sie uns lieber davon abbrechen. Aber die eine Frage kann ich Ihnen nicht erlaſſen. Wenn Sie den Fürſten göttliche Einſetzung zuerkennen, von wem ſind dann wohl die Völker eingeſetzt? Doch wohl auch von Gott? Sie müſſen ja ſagen, wenn Sie dieſelben nicht zu einer Schöpfung des Teufels machen wollen!“
„Ich kann mit Ihnen nicht ſtreiten“, entgegnete die Räthin,„und will es auch nicht. Sie ſind ein Sophiſt und ich habe für meine Anſichten keinen andern Grund als mein Gefühl.“
„Und der Grund iſt vollgültig, liebe Mutter“, unter⸗ brach ſie Friedrich, um einer noch unangenehmern Wen⸗ dung des Geſprächs vorzubeugen.„Mindeſtens iſt er es bei einem ſo geſunden Herzen wie das Ihrige! Auch hat Riedl wohl mehr geſagt, als er zu beweiſen vermag. Ein Blick auf die Geſchichte und die trefflichen Fürſten, die ſie vorführt, widerlegt ihn. Sie wiſſen ja, daß er ſich in Paradoxen gefällt.“
„Ich bin Dir für Deine Vertheidigung nicht eben ſehr verbunden“, rief Riedl lachend,„doch muß ich ſie wohl gelten laſſen, um den Streit nicht zu erneuern.


