Teil eines Werkes 
1. Band (1869)
Entstehung
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durchs Leben die Probe beſtehen, gewiſſermaßen die Be⸗ ſtätigung erhalten. Aus Jugendbekannten können Freunde werden, wenn der Verſtand der Männer den Bund der Jünglinge gutheißt; aber weit öfter werden ſie Gegner und nicht ſelten Feinde! Fragen Sie Ihren Bräu⸗ tigam! Er wird Ihnen meinen Satz aus eigener Er⸗ fahrung beſtätigen. Wir beide ſind uns in unſern Studienjahren ziemlich fern geſtanden, doch haben wir uns jetzt auf eine Weiſe gefunden, die Beſtand haben wird. Fritz hatte damals ganz andere vertraute Be⸗ kannte; er mag Ihnen ſelber ſagen, wie er nun mit ihnen ſteht!

Ich errath' es wohl, ſagte Führer lächelnd,Du ſprichſt von dem Prinzen!

Von welchem Prinzen? fragte Ulrike.

Wie, Sie wiſſen das nicht? rief Riedl lachend. Dann muß ich Ihnen die Geſchichte erzählen, damit Sie ſehen, welch romantiſcher Schwärmer dieſer Herr, der nun ſo ehrbar daſitzt, einmal geweſen iſt

Friedrich wollte Einwendungen machen, allein Riedl ließ ihn nicht zu Worte kommen und begann zu er⸗ zählen:Hören Sie immer, was an der Sache iſt. Als wir auf der Univerſität CGöttingen ſtudirten, befand ſich auch Prinz Felix, unſer jetziger Erbprinz, daſelbſt. Er war ein lebhafter junger Mann, dem ein hoher Grad

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