Teil eines Werkes 
1. Band (1869)
Entstehung
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Nein, erwiderte lächelnd und mit abſichtlichem Doppelſinne die Räthin,Nachricht iſt nicht gekommen, aber eben erinnere ich mich, daß Dich Jemand ſprechen will und in Deinem Zimmer auf Dich wartet.

Und das ſagen Sie mir jetzt erſt? Wer iſt es denn?

Damit wendete er ſich haſtig gegen die Seitenthür, als dieſe ſich öffnete und Ulrike auf der Schwelle er⸗ ſchien. Hinter ihr fielen die Sonnenſtrahlen hell und glänzend in das kleine Zimmerchen, ſodaß ſie wie ein zauberhaftes Bild auf Goldgrund in die dunkle Um⸗ faſſung der Thüre eingerahmt erſchien und einen wahr⸗ haft reizenden Anblick darbot.

Seh' ich recht? rief der Profeſſor und hielt über⸗ raſcht in ſeinem Vorſchreiten inne.Biſt Du es wirk⸗ lich?

Mein Friedrich, hauchte Ulrike, breitete ihm die Arme entgegen, und in der nächſten Sekunde hielt er ſie mit dem Rufe des innigſten Entzückens:Meine Ulrike meine Geliebte meine Braut! feſt um⸗ ſchlungen.

Als die erſte wortloſe Pauſe der Wonne vorüber war, führte Friedrich Ulrike vor die gerührte Mutter.

Dieſe iſt es, Mutter, ſagte er,die mein Herz ſich erwählt hat! Sie ſoll, ſie wird mir ſein, was Sie mei⸗