Teil eines Werkes 
1. Band (1869)
Entstehung
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Die Unglücklichen! Gott ſoll jeden guten Chriſten⸗ menſchen vor derlei bewahren! Wohl dem, der ſein eigen Haus und Herd hat in ſolcher Zeit und nicht nach dem zu fragen braucht, was draußen vorgeht. Ich wollte, Du wäreſt auch ſchon ſo weit!

Eigenen Herd! rief Friedrich, ſich aus dem Lehn⸗ ſtuhl, in den er ſich geworfen, aufrichtend und mit haſtigen Schritten das Zimmer durchmeſſend.Ja, es liegt viel, ungeheuer viel, es liegt im Grunde Al⸗ les darin, einer Familie anzugehören, eine Familie zu gründen! Aber gewiß nicht, um ſich dann engherzig in ſeinen vier Pfählen einzuſchließen! Kann ein Mann, der einen Kopf zu begreifen, ein Herz hat zu fühlen ſich ruhig auf das Faulbett legen, wenn das Wehge⸗ ſchrei leidender Mitmenſchen in das Glück ſeiner Be⸗ hauſung hereindröhnt? Oder kann er ſich hermetiſch gegen die Außenwelt abſchließen, daß ihn das in der Luft liegende Leid mit dieſer nicht erreicht? O, auch ich bin froh, liebe Mutter, wenn ſich der Kreis meiner

Pflichten und Beziehungen um die der Häuslichkeit ver⸗

mehrt haben wird, aber nur, um dann dem großen Ganzen noch inniger nahe zu ſtehen. Das eigene Glück iſt für den denkenden Mann der untrüglichſte Maßſtab fremden Unglücks, und alle Nervenfäden des großen äußern Lebens laufen für den echten Familienvater in