Teil eines Werkes 
1. Band (1869)
Entstehung
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ich habe gar nicht geleſen. Ich hätte nur leere Bänke vor mir gehabt, meine Zuhörer waren nach allen vier Winden zerſtreut, um den Lärm in der Stadt nicht zu verſäumen.

So? Was gibt es denn in der Stadt?

Große Aufregung, liebe Mutter. Alle Plätze und Straßen ſtehen voll müßiger Menſchen. Sie wiſſen wohl, die Einführung der neuen Verbrauchsſteuer hat böſes Blut gemacht.

Heiliger Gott, rief erſchreckt die Mutter,es wird doch kein Unglück abgeben?

Ich wollte, daß ich Ihre Beſorgniß widerlegen und nein ſagen könnte, aber ich fürchte allerdings, daß es zu ernſten, vielleicht zu ſehr ernſten Auftritten kommen wird.

Du machſt mir angſt, Friedrich!

Das Volk iſt ſehr gereizt, denn die Maßregel trifft tief und trifft die Maſſen; die Regierung aber ſcheint entſchloſſen, nicht nachgeben zu wollen!

Was ſoll aber daraus werden? Sie werden es doch nicht wagen, ſich gegen ihre Obrigkeit aufzulehnen?

Nach den drohenden Mienen, die man ſieht, nach den entſchloſſenen Reden, die man fallen hört, ſcheinen ſie es allerdings auf eine gewaltſame Entſcheidung an⸗ kommen laſſen zu wollen!