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7 der Reiſe. Seh' Er zu, Joſeph, daß die Sachen des Fräuleins bald hinauf kommen— weiß Er wohl? In die grüne Stube links! Kommen Sie, kommen Sie, liebe— Ulrike heißen Sie! Nicht wahr?“
„Ich danke Ihnen herzlich, Frau Räthin“, erwiderte 8 Ulrike, indem ſie ins Haus folgte.„Sie empfangen mich auf ſo herzliche Weiſe, daß jede Beſorgniß von meinem Herzen ſchwinde und ich kann es Ihnen nicht verbergen, daß es mir immer ſchwerer und banger zu Muthe ward, je näher ich dem Ziele meiner Reiſe kam.“
„Kann mir's denken, Herzchen, kann mir's denken“, rief die Räthin freundlich.„Wenn man dem Bräuti⸗ gam und der Hochzeit entgegenfährt, muß es einem wohl ein bischen enge um die Bruſt werden. Aber nun laſſen Sie alle Sorgen ſchwinden. Sie ſind ja zu Hauſe.“
„Aber wo iſt Friedrich? Hat er mich nicht erwar⸗ tet?“ fragte Ulrike, als ſie die Treppe hinaufgeſtiegen waren und ihnen auch hier der Bräutigam nicht ent⸗ gegentrat.
„Ei, der iſt um dieſe Zeit nie daheim!“ antwortete die Räthin.„Da iſt er in der Univerſität und hält Vorleſung. Freilich, hätten wir gewiß gewußt, daß
Sie heute kämen, dann würde er ſich wohl frei ge⸗ macht haben, aber ſo läßt er keine Stunde aus.“


