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„Na, meinetwegen“, fügte die erſtere hinzu,„mir kann's recht ſein. Aber habt Ihr's ſchon gehört, Nach⸗ bar? Es ſoll nicht richtig ſein drinnen in der Stadt.“
„Nicht richtig? Was meint Ihr, Kräutlerin?“
„Ei, ſtellt Euch doch nicht, als ob Ihr das nicht wüßtet. Sie wollen die neue Steuer nicht leiden und wollen—“.
„Sie ſollten's nicht thun, Nachbarin, und ſollten ruhig bleiben, das mein' ich! Sie machen das Uebel nur ſchlimmer. Uns armen Leuten kann doch Nie⸗ mand helfen als der im Himmel droben. Behüt' Euch Gott, Kräutlerin!“
Damit wendete er ſich dem Hauſe zu und das Weib ging die Straße entlang. Die Fenſter ſchloſſen ſich und bald war es in dem Gäßchen wieder ſo einſam und ſtill wie zuvor.
Während deſſen war die Fremde im Hofraume aus den Wagen geſtiegen und von einer ältlichen Frau in einfachem Hauskleide bewillkommt worden. Sie war in der That eine impoſante Erſcheinung, und die ſchö⸗ nen, vollkommen reinen Verhältniſſe der Geſtalt ſowohl als des Kopfes traten nun erſt in vollem Lichte hervor. Sie war groß und wohlgebaut, und die ſchlanke Form ihres Körpers ward durch ein anſchließendes Kleid von ungefärbter Naturſeide vortheilhaft hervorgehoben. Das


