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Pater Roſe ſoll kommen! Man rufe mir Seckendorf, die Kaiſerin und meinen Sohn!“
Bald war der Pater erſchienen und hatte das letzte Bekenntniß, das der Kaiſer abzulegen verlangte, gehört, er ſprach die Abſolution über ihn; dann neigte er ſich tiefer zu ſeinem Ohre herab.„Ich habe Ma⸗ jeſtät noch einen Gruß zu beſtellen“, ſagte er,„der Ihr Gewiſſen vielleicht erleichtern kann. Graf Peruſa iſt unlängſt aus Neapel zurückgekommen, er hat auf dem Veſuv einen Camaldulenſereremiten getroffen, einen Mann, der einſt eine ganz andere Rolle geſpielt und ihm einen Brief an mich mitgegeben. In dem Briefe waren letzte verzeihende Grüße enthalten. Der Eremit war Fürſt Porzia.“
Ein Strahl der Befriedigung überflog Karl's Antlitz. 3
„Und wie nun?“ begann der Pater wieder.„Ich habe an Eure Majeſtät einmal eine Frage geſtellt, auf die mir Antwort verheißen, aber noch nicht gegeben wurde. Vielleicht ſtehen Sie jetzt am Rande des Gra⸗ bes, geben Sie in dieſem feierlichen Augenblick der Wahrheit die Ehre, ſprechen Sie die verheißene Ant⸗ wort aus!“
Der Kaiſer ſah ihm lange und feſt ins Angeſicht. „Ich weiß die Antwort jetzt, Pater!“ ſagte er.„Aber


