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„Nun denn“, ſagte Wolter ungeduldig.„Er ſoll das Elixir mir übergeben; in demſelben Augenblick, wo er dies thut, geht Er frei und ungeſtraft aus und ſoll eine glänzende Belohnung erhalten.“
„Und für wen ſoll ich das Elixir hergeben?“ fragte Wolf mit fliegendem Athem.
„Was kümmert Ihn das? Es iſt genug, wenn ich Ihm ſage, Seine Freiheit und tauſend Dukaten ſind der Preis.“
„Tauſend Dukaten?“ rief Wolf wieder und lachte grell auf, wie es ſeine Art war.„Das muß ein koſt⸗ bares Leben ſein, für das man einen ſolchen Preis bezahlt. Wer iſt's? Sagt, wer das Elixir bekommen ſoll! Ich antworte nicht eher! Solch koſtbarer Trank iſt nicht für Jeden.“
„Nun denn“, ſagte Wolter ungeduldig,„es iſt für Seine Majeſtät den Kaiſer.“
Es war, als ob Wolf von einer unſichtbaren Macht gefaßt und emporgeſchnellt würde; ſeine Mus⸗ keln ſpannten ſich und alle Hinfälligkeit war mit einem Male verſchwunden.„Für den Kaiſer!“ ſtammelte er. „Das will ſagen: für Karl Albert, den Kurfürſten von Baiern. Iſt der krank?“
„Schwer erkrankt. Sein Trank ſoll ihn heilen, Er hat ihn doch noch?“


