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„Alſo für den Kaiſer iſt mein Elixir beſtimmt!“ rief Wolf, indem er ſich reckte, als ob er ſich zum An⸗ griff rüſten und zuvor ſeine Kraft prüfen wolle.„Ja, Herr, ich habe es noch und freue mich, daß ich's habe.“
„Gut alſo, geb' Er es mir, und noch heute ſoll Er in Freiheit ſein!“
„Halt, Herr!“ erwiderte der Falkner.„So war's nicht gemeint. Ich freue mich, daß ich's habe, ja, aber nicht deswegen, weil ich's hergeben, ſondern weil ich's verweigern kann.“
„Was fällt Ihm ein?“ rief der Leibarzt.„Wo hat Er die Tinctur?“
„Hier“, rief Wolf trotzig, indem er in die Ecke zurücktretend mit der einen Hand ſeine Kette wie zur Vertheidigung emporhob, mit der andern ein kleines, blinkendes Kryſtallfläſchchen zeigte.„Hier iſt mein koſtbarſtes Gut!“
„Verflucht!“ ſagte der Schließer für ſich.„Er muß hexen können.„Ich hab' ihn doch ſo genau viſi⸗ tirt und nichts bei ihm gefunden.“
„Das iſt mein Kleinod“, fuhr Wolf fort,„das ich in aller Noth und Gefahr bewahrte, das ich mir für den letzten wichtigſten Moment aufſparte. O, jetzt reut mich nicht, was ich an Leiden und Mühſeligkeiten
Schmidt. Concorvia V. 11


