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„Mir eine gute Nachricht?“ rief der Gefangene höhniſch.„Das müßte wunderbar zugehen.“
„und doch iſt es ſo“, ſagte Wolter.„Es hängt nur von Ihm ab, und ich bringe Ihm Begnadigung, Leben und Freiheit.“
„Begnadigung— Leben— Freiheit?“ rief nach Luft ſchnappend der Falkner.„Wie wäre das möglich?“
„Er nennt ſich einen Alchymiſten, einen Adepten der Magie?“ fragte der Arzt.
Wolf ſah finſter zu Boden.„Ich hab' es ver⸗ ſucht, die große Kunſt zu lernen“, ſagte er.„Ein Adept bin ich nie geweſen.“
„Und doch hat Er ſich deſſen gerühmt“, rief Wol⸗ ter,„und doch hat Er behauptet, er beſitze die Lebens⸗ tinctur, das flüſſige Gold.“
„Das Aurum potabile?“ fragte der Falkner, deſſen Aufmerkſamkeit rege wurde und der behutſam aus ſeinem Winkel hervorkam.„Was ſoll's damit?“
„Beſitzt Er das Elixir noch?“ fragte Wolter wieder.
„Was ſoll's damit?“ rief Wolf abermals und dringender als zuvor.
„Antwort' Er mir zuerſt, dann wird Er es er⸗ fahren!“
„Nein, ich muß wiſſen, was es damit ſoll; eher kann ich nicht antworten.“


