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ſtanden. Schwer athmend, erſchöpft lag er auf dem Steinpflaſter, als ihn eine neue Bewegung empor⸗ ſchleuderte. Draußen auf dem Gange regte ſich's, Schritte kamen näher, Stimmen wurden laut.„Das iſt nicht die Zeit, wo der Schließer das Eſſen bringt“, mur⸗ melte er mit ſtierem Blick.„Was ſoll das bedeuten? Gilt das mir?“ Er horchte ſcharf auf.„Es gilt mir!“ ſchrie er dann.„Es kommt näher! Sie kommen, ſie holen mich.“ Soweit es ging, kroch er in die Ecke der Keuche zurück und kauerte ſich nieder, wie ein um⸗ ſtelltes Thier, deſſen einzige Hoffnung darin beſteht, ſich mit einem verzweifelten Sprunge auf ſeinen Dränger zu ſtürzen. Draußen hörte man die Riegel abnehmen, und die Schlüſſel im Schloſſe knarren, der Leibarzt Doctor Wolter trat ein, mit ihm der Schließer des Falkenthurms, ein baumſtarker Mann in grobem Zwil⸗ lichgewande, in der einen Hand die Laterne, in der andern die wuchtige Eiſenſtange haltend, die er von der Thür weggenommen hatte.
„Was wollt Ihr?“ ſchrie ihnen Wolf entgegen. „Kommt Ihr, mich abzuholen? Wollt Ihr mir das Urtheil verkünden?“
„Sei Er ruhig, mach' Er keinen ſolchen Lärm!“ ſagte der Schließer.„Es geſchieht Ihm nichts. Hier iſt ein vornehmer Herr, der Ihm eine gute Nachricht bringt.“


