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Schloß und Riegel aufheben, wenn nicht noch etwas Schlimmeres. Geſtern, hör' ich, hat man den Irrthum bemerkt und den armen Teufel laufen laſſen, aber jetzt iſt's für mich nicht mehr ſicher in dem Gewand, drum hab' ich die liebwertheſte Jungfer aufgeſucht und will Sie fragen, ob Sie mir Ihre freundliche Gewogenheit bewahrt hat und vielleicht bereit iſt, mit mir zu gehen. Ich habe glücklicherweiſe mein Schäflein ins Trockene gebracht; wenn Sie das Ihrige dazu legt, könnten wir in Wien oder in der Nähe davon ſchon ein Plätzchen finden.“
Endlich war der Kammerjungfer Beſinnung und Leben wiedergekommen, ſie ſchleuderte die Hand des Mönchs mit Abſcheu von ſich.„Ich mit Ihm gehen?“ rief ſie.„Er niederträchtiger Menſch, was unterſteht Er ſich, einer ehrbaren Perſon, wie ich, einen ſolchen Antrag zu machen! Ich will nichts wiſſen von Ihm, ich hab' Ihn gar niemals gekannt! Er iſt ein Ver⸗ brecher, es iſt offenbar, daß man Ihm hinter Seine Betrügerei und Spionirerei gekommen iſt. Auf der Stelle mach' Er, daß Er weiter kommt, oder ich ruf' die Leut' herbei, daß ſie Ihn feſtnehmen.“
„Bemühe Sie ſich nicht“, ſagte Duſchl, indem er ihr näher trat und ſie feſt am Arme faßte,„ich gehe auch ohne das, die liebwerthe Jungfer aber wird ſich


