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richt deſſelben ausblieb, konnte ſie ſich nur damit be⸗ ruhigen, daß ſie bei der Ankunft in München den Vermißten gewiß antreffen und von ihm Aufklärung über ſein wunderbares Verſchwinden erhalten werde. Aber auch der Einzug hatte ſtattgefunden und unter den Dienern, welche den Gebieter begrüßten, war der Oberkammerdiener nicht zu erblicken geweſen, und als ſie einen der Lakaien nach ihm fragte, glaubte ſie vol⸗ lends in die Erde ſinken zu müſſen, ſo befremdlich lautete die Nachricht, die ſie erhielt: der Oberkammer diener war niemals nach München gekommen; ſeit er mit dem Kurfürſten ins Feldlager nach Linz abgegan⸗ gen, hatte man ihn am Iſarſtrande mit keinem Auge mehr geſehen. In den erſten Tagen der Ueberraſchung kam ſie zu keinem beſtimmten Entſchluſſe, ſie konnte nicht mit ſich einig werden, ob ſie ihre Gebieterin in die Sache einweihen oder ſich gar an den Kaiſer wen⸗ den ſolle; manchmal war ſie feſt dazu entſchloſſen, aber ſchon im nächſten Augenblick war ihre Feſtigkeit er⸗ ſchüttert, das Gewiſſen ſchlug ihr und hielt ſie ab, ſo recht dringend und offen nachzuforſchen; wie leicht konnte ſie etwas aufſtören, was für ſie ſelbſt bedenk⸗ liche Folgen haben konnte.
Auch jetzt waren es wieder ſolche Erwägungen und Betrachtungen, die ihr auf den Leinwandſtücken


