Teil eines Werkes 
5. Band (1874)
Entstehung
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ſind vielleicht unklug zu Werke gegangen, aber ſie ha⸗ ben nichts Unrechtes gethan, es iſt keine unedle Faſer an ihnen, dafür verbürge ich mich, und daß es gute Baiern ſind, haben bei der Einnahme von München manche von ihnen mit ihrem Blute beſiegelt. Deſſenun⸗ geachtet hat man ſie angeſchwärzt, hat ſie verbrecheri⸗ ſcher Pläne beſchuldigt und neckt und zerrt ſie jetzt durch langwierige Verfolgung.“

„Ich weiß davon“, ſagte Karl Albert.„Aber was ich weiß, ſtimmt mit Seiner Lobrede nicht über⸗ ein. Rede Er, hochwürdiger Herr! Er war es ja, der mir von den gefährlichen Abſichten dieſes Vereins er⸗ zählte.“

„Das Beſte wird ſein“, entgegnete der Pater, der niemals die Faſſung verlor und ſtets die Miene des Wohlwollens beizubehalten verſtand,„wenn Maje⸗ ſtät ſich die Acten vorlegen laſſen und aus denſelben ſelbſt die Ueberzeugung ſchöpfen, was von dem ſtaats⸗ und kirchenfeindlichen Treiben dieſer Geſellſchaft zu halten iſt, die das Gegentheil deſſen beabſichtigt, was ihr Name beſagt.“

„Wie ſo? Welchen Namen führt die Geſellſchaft?“ fragte Karl Albert.

„Sollte ich dies noch nicht mitgetheilt haben?“ erwiderte der Pater.„Sie nennt ſich Concordia.“