Teil eines Werkes 
5. Band (1874)
Entstehung
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„Concordia?“ wiederholte Karl Albert ſtaunend. „Nun, bei der ſchwarzen Mutter von Otting, das iſt ein Name, der bei mir in Ehren ſteht und um deſſen willen ich viel zu verzeihen vermöchte.“

„Erlauben Majeſtät!“ begann raſch der Pater wieder, der ein Ungewitter aufſteigen ſah, das ſeine Saat auch nach dieſer Richtung zu zerſtören drohte. „Vielleicht genügt es, nur eins zu erwähnen, um Ma⸗ jeſtät zu überzeugen, ob ich recht gethan, vor jener Geſellſchaft zu warnen und Einſchreiten und Ueber⸗ wachung gegen ſie zu veranlaſſen. Dieſelbe hat ſich in tiefes Geheimniß gehüllt, ihre Mitglieder haben ſich falſche Namen gegeben, ſonderbar klingende Namen, mitunter von drohendſter Bedeutung. Warum thaten ſie das? Warum ſcheuten ſie ſich, ihre wahren Namen zu nennen? Zeigt das nicht, daß ſie etwas zu ver⸗ bergen haben? Läßt ſich nicht daraus ſchließen, daß ſie, wie ihre wahren Namen, auch ihre wahren Ab⸗ ſichten verbergen unter dem falſchen Aushängeſchilde der Bildung oder Aufklärung oder wie alle die Blend⸗ werke heißen, womit das Volk im Stillen und unbe⸗ merkt geködert werden ſoll?“

„Gut denn, Majeſtät!“ ſagte Unertl.„Weil der Pater den Beweis ſeiner Behauptungen angetreten

hat, will auch ich meinen Gegenbeweis nicht ſchuldig . 10*