Teil eines Werkes 
5. Band (1874)
Entstehung
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Gedanken allein. Es hätte eines ſolchen Winkes nicht bedurft, denn der aufmerkſame Diener wußte, daß der

einſt ſo geſellige und lauten Freuden geneigte Fürſt

ſeit geraumer Zeit kein anderes Vergnügen kannte als Einſamkeit.

Der Lauf der Ereigniſſe hatte ihn über ſich und ſeine gewohnte Umgebung gehoben, aber auf der Höhe ſtand er allein. Er ſah ſein Reich und die Welt unter ſich wie ein weites, unüberſehbares Land; da ſprangen Quellen des Segens und Reichthums von jedem Hügel und quollen aus jeder Tiefe, aber über all dem Reich⸗ thum fehlte die waltende Hand. Dämme hemmten den Lauf der Quellen; an den Felſen brandeten die Ströme vergebens empor, undurchdringliche Bannwälder warfen kalte Schatten auf die Flur und ſtauten die Fluten, daß ſie zu unfruchtbarem See anwuchſen, die Ufer aber allmälig nach allen Seiten hin zum Sumpfe wurden. Luft, Licht und Freiheit thaten noth, damit Alles, was da wuchs und ward, ſich frei entfalten und regen konnte. Er erkannte den Grund dieſes Unſegens,

er ſah, welche Wege gebahnt, welche Schranken gebro⸗

chen werden mußten, aber mit der Erkenntniß ſah er auch, welche Hinderniſſe entgegenſtanden, ſah, daß Berge umgegraben, Felſen geſtürzt und Meere abgeleitet wer⸗ den mußten, und er fühlte, daß dazu mehr als ein