Teil eines Werkes 
5. Band (1874)
Entstehung
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Ich glaube das gern, ſagte der Kammerdiener beſcheiden,ich ſollte ſollte ſo etwas vielleicht gar nicht ſagen, aber mir iſt es einzig um Eurer Majeſtät koſt⸗ bare Geſundheit zu thun! Majeſtät ſind immer leidend; Ruhe wird Ihnen gut thun, und wo ſoll Ruhe her⸗ kommen, ſolange nicht Frieden iſt! Und zum Frieden, ſetzte er ſeufzend hinzu,iſt wohl leider keine Ausſicht?

Er ſagte das im Tone der ergebenſten Sorge, aber ſein Blick weilte lauernd auf dem Angeſichte des Fürſten, ob ſich nicht ein Wunſch des Friedens in demſelben auspräge.

Nein, dazu iſt keine Ausſicht, ſagte der Kaiſer ernſt.Ich erinnere mich, in Rom ein berühmtes an⸗ tikes Bildwerk geſehen zu haben, das mir ſehr gefiel, deſſen Bedeutung ich freilich damals nicht wie jetzt begriff. Es war ein Krieger, der tödtlich getroffen und ſeines Todes gewiß ſich noch auf dem einen Knie aufrecht hält, feſt entſchloſſen, ſein Schwert nur mit dem letzten Athemzuge ſinken zu laſſen. Ich komme mir manchmal vor wie ein ſolcher Krieger. Ich kämpfe einen Kampf ohne Sieg und darum ohne Ende und der Friede wird ſich einmal mit und über meinem Grabe von ſelber ſchließen.

Der Anzug des Fürſten war bald beendigt; Duſchl entfernte ſich auf ſeinen Wink und ließ ihn mit ſeinen