Teil eines Werkes 
5. Band (1874)
Entstehung
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27 lais Ihrer Majeſtät der Kaiſerin nachzuſehen, ob der Saal zu der Feierlichkeit, welche heute dort vorgehen ſoll, hergerichtet ſei.

Die Prüfung meines Sohnes meinſt Du? ſagte Karl Albert etwas beſänftigt, während der Kammer⸗ diener ſich anſchickte, ihn anzukleiden und ihm die Haare zu ordnen.Wie kommſt Du dazu?

Ich weiß ſehr wohl, ſagte Duſchl ſich entſchul⸗ digend,daß das eigentlich nicht meines Amtes iſt, aber ich weiß auch, wie ſehr Majeſtät gerade dieſe Feierlichkeit am Herzen liegt, und habe daher nicht zu fehlen geglaubt, wenn ich auch für meinen Theil dazu beitrüge, daß dieſelbe ganz nach Wunſch von ſtatten geht.

Es iſt gut, ich kenne ja Deine Ergebenheit, er⸗ widerte der Kaiſer freundlich.Iſt Alles gehörig vor⸗ bereitet?

Ich glaube, die Ausſchmückung des Saales läßt ichts zu wünſchen übrig, ſagte Duſchl,Majeſtät werden gewiß zufrieden ſein und Freude erleben an dem Feſte. Ach, ich wünſche ja nichts ſo ſehr, als daß Majeſtät wieder an etwas Freude haben bei dem vielen Unangenehmen, das auf Sie einſtürmt.

Laſſe das, unterbrach ihn der Kaiſer;wer auf einem Berge ſteht, muß ſich daran gewöhnen, daß ihn der Wind nach allen Richtungen umſtürmt!