Teil eines Werkes 
5. Band (1874)
Entstehung
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lichen Sieges ſo innig überzeugt, daß er nichts mehr befürchtete, als daß der Kaiſer einmal, durch ſeine wachſende ſchlimme Lage erſchreckt, plötzlich Frieden machen und ihn ſo um den Abſchluß ſeiner Feldherrn⸗ laufbahn bringen könne. Hatte doch Friedrich von Preußen durch den Frieden, den er ſo unerwartet mit Maria Thereſia wegen Abtretung Schleſiens zu Breslau geſchloſſen, ein verlockendes Beiſpiel gegeben! Es war ihm daher Alles daran gelegen, ſtets genaue Kenntniß von Allem zu haben, was am Hofe vorging, und jederzeit zu wiſſen, welche Perſonen ſich an demſelben zeigten und geltend zu machen ſuchten. Dazu konnte er nicht leicht eine beſſere Perſönlichkeit finden als den Oberkammerdiener, welcher das unbedingte Zutrauen des Kaiſers beſaß und vor dem dieſer, wenn er ihm auch keine unmittelbaren Mittheilungen machte, doch nichts zu verbergen ſuchte. Ueberdies war er, zumal bei der Kränklichkeit des Kaiſers, beinahe immer um denſelben und hatte alſo volle Gelegenheit, jeden Wech⸗ ſel in der Stimmung ſeines Herrn wie ſeiner Um⸗ gebung zu beobachten; auch beſaß er die beſondere Geſchick⸗ lichkeit, ſich immer den Anſchein zu geben, als habe er nur Aug' und Ohr für ſeinen Gebieter, beſitze für alles Andere aber weder Sinn noch Verſtändniß. Der Graf hatte nicht gegeizt, ſich den habgierigen Diener will⸗