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den verſchaffen könnte, würde ich es ihr mit ewiger Zärtlichkeit vergelten! Nur auf ein paar Minuten. Es ſtehen ja kaum zwanzig Worte auf dem Zettel, die ſind bald geleſen! Könnte die Jungfer nicht unbe⸗ merkt zu der Schatulle kommen?“
„Nein, nein, das darf ich nicht“, ſagte die Stau⸗ berin erſchreckt.„Das wäre unrecht.“
„Warum darf Sie es nicht?“ fragte Duſchl mit eindringlichem Flüſtern und zog ſie wieder an ſich. „Gehöre ich denn nicht auch zum Hauſe? Bin ich nicht einer der vertrauteſten, treueſten Anhänger und Diener? Nachdem ich nun doch ſchon einmal in das Geheimniß zum Theil eingeweiht bin, was liegt daran, wenn ich das Ganze erfahre? Beſinne Sie ſich nicht lange. Erin⸗ nere Sie ſich an das, was ich Ihr geſagt: was wir ausrichten können, wenn wir zuſammenhalten. Das iſt ein herrlicher Anfang! Wie wäre es, wenn Sie gleich jetzt nach dem Schlüſſel ſuchte? Iſt es nicht die Stunde, in der die Kaiſerin gewöhnlich die Morgen⸗ andacht verrichtet?“
„Freilich“, entgegnete ſie,„und damit wird ſie noch vor einer Stunde nicht fertig; ſie iſt eben erſt in die kleine Hauskapelle gegangen, die ſich neben ihrem Schlafzimmer beſindet, ich könnte ſonſt nicht ſo lange wegbleiben. Der Schlüſſel zu der Schatulle, ſo denke


