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ich, wird wohl zu finden ſein“, fuhr ſie nachdenkend fort.„Sie hat denſelben immer im Schreibſchrank eingeſperrt, aber wie ich vorhin daran vorüberging, war der Schreibkaſten offen, und wenn ich mich nicht geirrt habe, ſo iſt auch an der Schatulle der Schlüſſel geſteckt.“
„Nun alſo“, drängte Duſchl,„ſo beſinne Dich nicht länger, meine Liebe, der Zufall ſelber begünſtigt uns; gib mir dieſen Beweis Deiner Liebe, mein hold⸗ ſeliger Schatz- bald, ach ja recht bald, mein theuerſtes Ehegeſpons!“
Er umſchlang und küßte ſie mit einem Feuer, vor welchem ihre Kraft wie Wachs zerging.
„Ich ſollte es nicht thun“, ſagte ſie ſeufzend,„aber ich kann Ihm nichts abſchlagen. Bleib' Er da, ich will ſehen, ob ich das Blatt finde, und will es Ihm brin⸗ gen. Er muß es mir aber gleich wieder zurückgeben, damit ich es, ehe die Kaiſerin aus der Kapelle kommt, wieder an den Platz gelegt habe und ſie nichts merkt. Ich weiß gar nicht, wie Er das anfängt“, ſagte ſie, ſich losreißend, mit verliebtem Blick,„aber ich muß Alles thun, was Er haben will!“
„Das will ich auch hoffen“, murmelte er ihr zwi⸗ ſchen den Zähnen nach.„Und wenn es nicht wäre, würde ich dafür ſorgen, daß Du es bald lernſt! Die


