Teil eines Werkes 
5. Band (1874)
Entstehung
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auf der Brücke geweſen, muß Er mir den Mann mit dem Zettel doch etwas genauer beſchreiben.

Da iſt nicht viel zu beſchreiben, ſagte Duſchl lachend.Sie darf nur ſagen, daß es ein Salzburger Bauer war. Er hatte ſchwarze, um die Kniee gebundene Pluderhoſen, blaue Strümpfe, ſchwere Schuhe an der untern Halbſchied ſeines Körpers, an der obern aber einen rothen Bruſtfleck, eine Lodenjacke ohne Kragen darüber und auf dem Kopfe einen weißen ſpitzigen Filzhut mit einer ganz ſchmalen Krempe. Der Kerl ſah lächerlich genug aus, grade als wenn aus irgend einer Komödiantenbude der Hanswurſt davongelaufen wäre! Aber wie iſt es nun, liebwertheſte Jungfer? fuhr er fort, indem er ihr den Arm um die Hüfte legte.Ich habe Ihren Auftrag zur Zufriedenheit voll⸗ führt und darf alſo als getreuer Diener auch den Preis fordern, den die liebwerthe Jungfer mir ver⸗ heißen?

Ach geh' Er doch, ſagte ſie ſchwach wider⸗ ſtrebend.Er wird das doch nicht für Ernſt genommen haben?

Gewiß, rief Duſchl, indem er ſie an ſich zog, ich habe es ſehr für Ernſt genommen. Die lieb⸗ wertheſte Jungfer hat mir den erſten Kuß verſprochen und wird mir gewiß nicht zürnen, wenn ich hiermit