Teil eines Werkes 
5. Band (1874)
Entstehung
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und hob den Streifen auf, den ich, nachdem ich mich überall vorſichtig umgeſehen, gleichgültig in die Taſche

ſteckte.

Und wo, wo iſt der Streifen? fragte die Stau⸗ berin haſtig.Und was ſteht denn darauf?

Der Kammerdiener zog ein wie ein Briefumſchlag zuſammengelegtes Papier aus der Bruſttaſche und fal⸗ tete es auseinander.

Nein, das iſt nicht das Rechte, ſagte er dann, das iſt ein Brief, den ich heut' Morgen geſchrieben und ſo eben fortſchicken wollte. Hier iſt der rechte Umſchlag, fuhr er fort, indem er ein anderes ähn⸗ liches Papier und aus dieſem einen ſchmalen, etwa fingerlangen Pergamentſtreifen hervorholte.Hier iſt er, aber was er enthält, kann ich der Jungfer nicht ſagen; es ſteht gar nichts darauf als ſogenannte Chiffern, geheime Zeichen, die Niemand leſen kann, als wer den Schlüſſel dazu beſitzt. Ich bin gewiß nicht neugierig, fuhr er fort, indem er das Perga⸗ ment hin und her drehte,aber das geſtehe ich, daß ich ſehr begierig wäre zu erfahren, was dieſer Zettel enthält und woher er kommt. Es muß etwas ganz Außerordentliches ſein, das zeigt ſchon die geheimnißvolle Art, wie er hierher gebracht wurde. Weiß denn die Jungfer gar nichts Näheres darüber?