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kammerdieners Duſchl ſichtbar geworden. Sie erſchrak bei deſſen Anblick; wie ein plötzlicher Inſektenſtich durch⸗ zuckte ſie der Gedanke, daß er die letzten Worte der entrüſteten Bauerdirne vernommen haben könnte: mit verlegenem Lächeln ſuchte ſie in den Mienen des näher Tretenden darüber Aufſchluß zu finden und ath⸗ mete getröſtet auf, als er ſie völlig unbefangen und voll der gewohnten Zärtlichkeit begrüßte, wenngleich einem minder befangenen Auge ein ſpöttiſches Zucken ſeiner Mundwinkel kaum entgangen wäre.
„Nun, mein verehrteſter Herr Oberkammerdiener“, rief ſie ihm entgegen,„kommt Er mir Nachricht zu bringen? Hat Er meinen Auftrag ausgeführt?“
„Auf das vollſtändigſte“, entgegnete er.„Könnte die liebwertheſte Jungfer wirklich daran zweifeln, ob ich einen Auftrag, den Sie mir gegeben, ausführen werde? Wäre es auch nicht um des Preiſes willen, den Sie darauf geſetzt hat, ſo würde ich das Unmögliche vollbringen, blos um Ihr meine Bereitwilligkeit zu bezeigen!“
„Und wie iſt es Ihm ergangen?“ fragte ſie, in⸗ dem ſie verſchämt die Augen niederſchlug und ſich an⸗ ſtellte, als habe ſie nicht gehört, was er von dem Preiſe erwähnte.„Hat Er das Erwartete erhalten?“
„Erlaube die Jungfer, daß ich Ihr Alles aus⸗ führlich erzähle“, ſagte Duſchl.„In dieſem Saale hat


