Teil eines Werkes 
5. Band (1874)
Entstehung
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Unfug nicht laſſeſt, wird man einen Herrn für Dich zu finden wiſſen!

So? ſagte Mirl und trat, den Beſen auf der Schulter, vor die zurückweichende Kammerfrau.Das heißt auf deutſch, Du willſt mich verklagen? Meinſt nachher, i thät mich vor Dir fürchten? Die Frau Kur⸗ fürſtin

So ſagt man nicht, unterbrach ſie die Stauberin, man ſagt: Ihre Majeſtät die Kaiſerin Amalie!

Ach was! Die Frau Kurfürſtin hat mich auf⸗ genommen, rief Mirl,und für mich bleibt ſie die Frau Kurfürſtin, wie ich die Bernhuber Mirl von Rottach bleibe, und wenn mich die Jungfer verklagt, dann wird mit der Frau Kurfürſtin auch noch ein Wörtl zu reden ſein. Die iſt ſelber eine Frau und wird gewiß ein Einſehn haben. Freilich, ſo ein altes einſchichtigs Leut' wie Sie, was weiß das davon, was ſich bei einem jungen, lebfriſchen Dirndl unterm Bruſt⸗ fleck rührt!

Sie eilte hinweg; ſo ſehr ſie dazu Luſt hatte, machte die Kammerfrau trotz ihres Grimmes nicht nur keinen Verſuch, ſie aufzuhalten und für ihre Keckheit zu ſtrafen, ſie war ſogar froh, daß dieſelbe nicht län⸗ ger blieb, denn in der geöffneten Thür war neben der Verſchwindenden das ſüß lächelnde Antlitz des Ober⸗