— 10—
ſchoͤnes Fraͤulein, ſaß ihr auf dem Schooße. Der alte Diener, ein ehr⸗ wuͤrdiger Greis, war damit beſthaͤftigt, das ſchwer beladene Maulthier abzupa⸗ cken, das ſie bey ſich hatten. Das an⸗ dere Kind, ein muntrer, ſchoͤner Kna⸗ be, hielt dem Thiere einige Diſteln hin, an denen es begierig fraß.
Der Kohlenbrenner und ſein Weib naͤherten ſich der fremden Frau mit Ehr⸗ erethnn Denn an ihrer edlen Ge⸗ ſtalt, ihrem Anſtande und ihrem lan⸗ gen, weißen Gewande merkte man ſo⸗ gleich, daß ſie von hohem Stande ſeyn muͤſſe,„Sieh nur, ſagte die Kohlen⸗ brennerinn leiſe zu ihrem Manne, den zierlich ausgezackten, ſtehenden Halskra⸗ gen, die feinen Spitzen, aus denen die zarten Haͤnde nur zur Haͤlfte hervorbli⸗ cken, und— der tauſig!— ſogar die Schuhe ſi nd ſo weiß, wie Kirſchenbluͦ⸗


