Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1834) Das Täubchen / von dem Verfasser der Ostereyer
Entstehung
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einzige Tochter Antonie von ſehr vor⸗ krefflichen Hauslehrern unterrichten, und Auguſt durfte an den Lehrſtunden Theil nehmen. Der Kleine, ſo unwiſſend er noch war, zeigte einen ganz ungemeinen Verſtand, und machte im Lernen in kurzer Zeit ſolche Fortſchritte, daß Je⸗ dermann daruͤber erſtaunte. Dabei war er ſo beſcheiden und folgſam, ſo gefaͤl⸗ lig und freundlich, ſo von Herzen fromm, daß Herr Wahl und ſeine Frau ihn wie

ihr eigenes Kind liebten. Die Geſühle

der Gottesfurcht, deren Keim ſeine Mut⸗

ter zuerſt in ſeinem Herzen belebt hatte, b wurden nun immer lebhafter und kraͤftiger.

Herr Wahl bemerkte mit Vergnuͤ⸗ gen, daß Auguſt große Luſt zur Hand⸗ lung zeige. Er verſchaffte ihm Gele⸗ genheit, ſich alle einem Kaufmanne noͤ⸗ thi igen Vorkenntniſſe zu erwerben, und

nahm ihn dann zu ſich auf ſein Ar⸗ beitszimmer. Auguſt leiſtete hier bald