Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1834) Das Täubchen / von dem Verfasser der Ostereyer
Entstehung
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ich hier auch immer neuen Troſt fin⸗ den.“—„Ach, ſeufzte ſie, andere Muͤtter ſetzen ihren verſtorbenen Kin⸗ dern auf dem Gottesacker ein kleines Denkmahl; der Baum mag dann das Denkmahl meines lieben Auguſts ſeyn.“ b Sie ſagte dem guten, alten Pfar⸗ rer von ihrem Einfalle, und er hatte nichts dagegen.„Wenn Euch das Troſt bringt, ſagte er, ſo thut es im⸗ merhin.“ Sie ſchnitt nun mit vieker Muͤhe eine runde Vertiefung, etwa ſo groß wie eine Fenſterſcheibe, in den Baumſtamm, fuͤgte das Bild hinein— und wenn ſie nun an dem Baume vor⸗ bei kam und ihr das Herz ſchwer wur⸗

de, blickte ſie auf das ſchoͤne Bild, ſag⸗

te:„Auch ich will eine Dienſtmagd

des Herrn ſeyn, wie Maria; auch mir

geſchehe nach ſeinem Willen!“— und ihr ward allemal wieder leichter um

das Herz.