— 33— benen Mannes wegen trug, einige Wo⸗ chen nach Verluſt des Kindes, am G Sonntage in die Kirche kam, ſagten die Leute zu einander:„Die arme Do⸗ Re! Sie folgt ihrem Manne und Kin de gewiß bald nach in das Grab!“ Der Pfarrer des Dorfes, ein ſehr t. guͤrdiger Greis, der an den Schickſag klen ſeiner Pfarrkinder den herzlichſten e Antheil nahm, hatte ſie ſchon einige 2 Male in ihrer Huͤtte beſucht, und ſie d ggetröoſtet. Allein als er ſie dieſes Mal d in der Kirche ſah, war ihm ihr blaſ⸗ t, ſes, tiefbetruͤbtes Angeſicht recht aufge⸗ r, fallen. Er ließ ſie nach dem Gottes⸗ ch dienſte rufen. Als ſie in das Zimmer trat, ſaß der gute Greis, ſeine ſchnee⸗ n, weißen Haare mit einem ſchwarzen i Sammetkaͤppchen bedeckt, an ſeinen die Pulte und ſchrieb aben etwas in das Pfarrbuch ein. Er gruͤßte ſie freundlich und ſagte:„Wartet nur ein klein we⸗
Teil eines Werkes
2. Bändchen (1834) Das Täubchen / von dem Verfasser der Ostereyer
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