Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1834) Das Täubchen / von dem Verfasser der Ostereyer
Entstehung
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So verging eine geraume Zeit. Die Leiche kam nicht zum Vorſchein; die Mutter ſah und hoͤrte nichts mehr von dem Kinde. Sie war immer un⸗ ausſprechlich betruͤbt.„In ſo kurzer Zeit, ſprach ſie, meinen ſo guten Mann und mein ſo liebes Kind zu verlieren—

ach, das iſt zu hart! Wenn ich nicht

daͤchte, Gott habe es ſo geſchehen laſ⸗ ſen, ich muͤßte verzweifeln.“ Sie machte ſich oft ſelbſt die bitterſten Vor⸗ wuͤrſe.„Ich haͤtte beſſer auf das Kind Acht geben ſollen!“ rief ſie weinend und die Haͤnde ringend.„O ihr Muͤt⸗ ter, ſagte ſie zu den Weibern des Dor⸗ fes, die ſie troͤſten wollten, ſpiegelt euch an mir, und ſeyd vorſichtiger!”“ V

Die arme Theodore ſah vor Kum⸗

mer nach und nach ſo blaß aus, wie

eine Leiche, und ſchwand dahin, wie

ein Schatten. Als ſie in ihrer ſchwar⸗ zen Kleidung, die ſie noch ihres verſtor⸗