Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1834) Das Täubchen / von dem Verfasser der Ostereyer
Entstehung
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ich ihm ſo oft, ſo ernſtlich niederhol⸗ te, vergeſſen und ſich an das Waſſer

gewagt haben!“ Sie zitterte ſchon bei

dem Gedanken, und lief an den Fluß. Auch da ward ſie nichts von ihm ge⸗ wahr. Nun eilte ſie weinend und weh⸗ klagend in das Dorf. Eine Menge Leute verſammelte ſich um die jammern⸗ de Mutter. Alle hatten Mitleid mit ihr; beſonders ihr Bruder. Kein

Menſch aber wußte etwas von dem

Kinde. Indeß beſchloß die ganze Schaar einmuͤthig, das Kind zu ſu⸗ chen. Einige begaben ſich in den Wald, Andere in die umliegende Gegend, wie⸗ der Andere an den Fluß, den Knaben aufzuſuchen. Die Nacht brach ein, und nirgends hatte man eine Spur von ihm erblickt.

„Wenn er in der Donau ertrun⸗ ken iſt, ſagte einer der Fiſcher aus dem Dorfe, ſo finden wir die Leiche gewiß.