Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1834) Das Täubchen / von dem Verfasser der Ostereyer
Entstehung
Einzelbild herunterladen

eine ſichtbare Freude uͤber ihre Zuruͤck⸗ kunft.Es hat den ganzen Tag um Euch getrauert, ſagte die Magd, und Euch uͤberall geſucht. Ich muß mich wundern, daß ein Thierchen, das doch keine Vernunft hat, ſeine Wohlthaͤte⸗ rinn erkenne, und ihr ſo ergeben ſey. Es iſt wahr, ſagte Agnes, fuͤr die wenigen Koͤrnlein, die ich ihm taͤglich ſtreue, koͤnnte es nicht dankbarer ſeyn. Biſt du aber, ſprach die Mutter, auch immer ſo dankbar? Sieh, du haſt heute ſo viele Freuden genoſſen! Haſt du Gott auch ſchon dafuͤr gedankt? Laß dich doch nicht von einem Thier⸗ chen beſchaͤmen. Agnes hatte dies⸗ mal noch nicht daran gedacht, Gott zu danken. Von nun an ging ſie aber

nie mehr zur Ruhe, bevor ſie Gott fuͤr

die Freuden und Wohlthaten des Ta⸗

ges ihren innigſten Dank dargebracht hatte.