Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1834) Das Täubchen / von dem Verfasser der Ostereyer
Entstehung
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N.

Du liebes Thierchen, ſagte einſt Agnes, fruͤh Morgens an ihrem Ar⸗ beitstiſchchen ſitzend, zu ihrer Taube, die an dem Rande des Tiſchchens ſaß, und mit den klaren, ſchuldloſen Augen freundlich zu ihr aufblickte. Ich habe nun von dir ſchon Manches gelernt, und bin dir vielen Dank ſchuldig. Die Mutter ſagte:Das Schoͤnſte, was du von ihr lernen kannſt, iſt doch noch uͤbrig. Sieh, die reine weiße Tau⸗ be iſt ein liebliches Bild der Unſchuld. Sie iſt ohne Falſch, ohne Trug und Verſtellung, rein von Argliſt, unge⸗ kuͤnſtelt und ohne alle Ziererei. Unſer goͤttlicher Erloͤſer druͤckte dieſes alles mit einem einzigen Worte aus, indem Er ſprach: Seyd einfaͤltig wie die Tauben! O moͤchte dieſe edle Einfalt immer dir eigen ſeyn! Moͤchten Trug und Verſtellung und alles Boͤſe immer fern von dir bleiben. Gott gebe, daß