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das Thuͤrchen des Kaͤſichs alle Abende fleißig verriegeln, damit es Morgens nicht heraus kann.“„Nicht doch! ſag⸗ te die Mutter. Lerne vielmehr von dem Taͤublein fruͤh aufſtehen. Fruͤh aufſte⸗ hen iſt geſund, und macht einen froͤh⸗ lichen Sinn. Oder muͤßteſt du dich denn nicht ſchaͤmen, wenn du traͤger waͤreſt als eine Taube?“ So gewoͤhn⸗ te ſich Agnes an das fruͤhe Aufſtehen. Einmal ſaß Agnes an dem offe⸗ nen Fenſter und naͤhte. Das Taͤub⸗ chen pickte zu ihren Fuͤßen einige Bro⸗ ſamen auf. Allein ploͤtzlich flog es zum Fenſter hinaus, und ſetzte ſich auf das naͤchſte Dach. Agnes erſchrack und that einen lauten Schrei; die Mutter kam und fragte, was es gebe.„Ach mein Taͤublein!“ ſagte Agnes, und zeigte weinend auf das Dach, wo das Taͤub⸗
chen ſaß, und ſich ſonnte.„Locke ihm
einmal!“ ſagte die Mutter. Agnes


