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Einmal an einem ſchoͤnen, heitern Sommertage gingen Frau Othilia und Fraͤulein Agnes nach Tiſche durch das kleine Pfoͤrtchen in der Mauer des Schloßhofes, die vielen ſteinernen Staf⸗ feln hinab in den Garten, der ſich am Abhange des Berges befand. Sie be⸗ merkten mit Freude, wie hier der blaͤu⸗ lich gruͤne Kohl ſo ſchoͤn ſtand, und dort die zarten Roſenknoſpen ſich oͤffneten; wie da die Bohnen hoch empor rank⸗ ten, und dort die Kirſchen bereits hell⸗ roth zwiſchen den dunkelgruͤnen Blaͤt⸗ tern hervor glaͤnzten. Sie ſtanden eine Weile bei dem Springbrunnen in Mit⸗ te des Gartens ſtill, und ergoͤtzten ſich an dem Spiele des Waſſers, das im Glanze der Sonne hell wie Kriſtall emporſprang, und in tauſend Tropfen von allen Farben des Regenbogens wie⸗ der herab fiel. Hierauf ſetzten ſie ſich in eine ſchattige Reblaube von zierli⸗


