Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1834) Das Täubchen / von dem Verfasser der Ostereyer
Entstehung
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ſuchte die Kranken in den Huͤtten der benachbarten Thaͤler, und ihr Schloß war der ſichre Zufluchtsort aller Ar⸗ men, die nur immer einer Hilfe werth waren. Auch Agnes, die einzige Toch⸗ ter dieſer trefflichen Aeltern, ein Fraͤu⸗ lein von etwa acht Jahren, war die lautere Guͤte und Freundlichkeit gegen die Menſchen. Sie kannte keine groͤße⸗ re Freude, als andern Freude zu ma⸗ chen. Aeltern und Tochter wurden all⸗ gemein verehrt, und wer nur den ho⸗ hen Thurm der Falkenburg von Ferne

erblickte, ſegnete in ſeinem Herzen die

edlen Menſchen, die hier wohnten und Gutes thaten. Wirklich ruhte auch der Segen Gottes recht ſichtbar uͤber Theo⸗ bald, Othilia und Agnes. So viel ſie hergaben und austheilten, ſo hatten ſi doch nie Mangel. Sie gehoͤrten unte die wohlhabendſten adeligen Familien im Lande.

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