Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1834) Das Täubchen / von dem Verfasser der Ostereyer
Entstehung
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chem Gitterwerke, und arbeiteten mit vereintem Fleiß an einem Kleide fuͤr ei⸗ ne arme Waiſe. Alles im Garten war ſtill und ruhig; nur eine Grasmuͤcke ſang auf dem Gipfel eines nahen Bau⸗ mes von Zeit zu Zeit ungemein lieb⸗ lich, und von dem Springbrunnen her toͤnte unausgeſetzt das angenehme Plaͤt⸗ ſchern des Waſſers.

Da kam Etwas, ſo ploͤtzlich, daß ſie gar nicht ſehen konnten, was es war in die Laube herein geflogen. Beide blickten erſchrocken auf. Augen⸗ blicks kam ein großer Vogel nachge⸗ ſchoſſen und ſchwebte mit weit aus⸗ gebreiteten Fluͤgeln am Eingange der Laube. Da er aber Leute ſah, flog er eben ſo ſchnell wieder davon. Agnes ſaß ſo ſchuͤchtern da, daß ſie ſich nicht umzuſehen getraute, was das wohl ſeyn moͤge, das ſo geſchwind in die Laube herein geflogen war. Allein die

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