Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1828)
Entstehung
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Sie hatte wohl die Erben fußfaͤllig gebethen, ſie nicht zu verſtoßen; ihr kleiner Ferdinand kniete neben ihr— beyde weinten— allein alles war ver⸗ gebens. Ja ſchon der morgige Tag war zur Verſteigerung angeſetzt. Dieß letztere hatte ſie eben vor einer Stun⸗ de, als ſie mit ihrer Arbeit ſertig war, vernommen. Ein Nachbar hat⸗ te es ihr uͤber den Zaun zugerufen.

Deßhalb ſaß ſie jetzt ſo beſtuͤrzt am offenen Fenſter— blickte bald zu dem mondhellen Himmel empor und bald auf ihren kleinen Ferdinand hin — weinte heiße Thraͤnen, und ſtarrte dann wieder ſo vor ſich hin. Es war eine traurige Stille.

„Guter Gott, dachte ſie, ſo habe ich denn heute von dem Garten das letzte Heu aufgerecht! Die erſten gelben Pflau⸗ men, die ich heute dort von dem Bau⸗ me fuͤr meinen Ferdinand brach, ſind