Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1828)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

19

Frau von Erlau begab ſich nun auf die Flucht. Der treue Diener hatte einige Nothwendigkeiten fuͤr die Reiſe zuſammen gebracht. Er ſchritt ſchwer beladen voraus. Die arme Frau, mit einem Paͤckchen unter dem Arme, folgte ihm, und fuͤhrte den geliebten Knaben⸗ der auch ein kleines Buͤndelein trug, an der Hand. Kein Wort wurde ge⸗ ſprochen. Die Nacht war hoͤchſt un⸗

freundlich. Es ſtuͤrmte und regnete

fuͤrchterlich.Dieſer Sturm, dieſe Regenguͤſſe, dieſe ſchauerliche Finſter⸗ niß, ſagte endlich der alte Mann leiſe, ſind lauter Wohlthaten Gottes. Sie ſchuͤzen uns vor unſern Verfolgern. Bey einer lieblichen, mondhellen Nacht wuͤrden wir ſicher entdeckt. So zielt das, was uns ſchrecklich duͤnkt, immer zu unſerm Beſten ab. So iſt es mit allen Truͤbſalen, Stuͤrmen und dunkeln Schickſalen des Lebens.

*