Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1828)
Entstehung
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gen Frau kann dem guten Kinde zu nichts mehr dienen. Es iſt Pflicht, auf Ihre eigene Rettung zu denken.

Die tiefbetruͤbte Mutter ſtand tod⸗ tenbleich und mit rothgeweinten Augen an dem Krankenbette, und konnte ſich nicht zur Abreiſe entſchließen. Der Arzt nahm ſie unter dringendem Zureden ſanft bey dem Arme, um ſie hinweg zu fuͤh⸗ ren. Sie that ein Paar Schritte gegen die Thuͤre, ſchauderte zuſammen, wandte ſich mit weit ausgebreiteten Armen wieder um, umfaßte ihre Tochter und rief mit dem Ausdrucke des innigſten Schmer⸗ zens:Nein, liebes Kind, ich kann dich nicht verlaſſen. Ich achte mein Leben fuͤr nichts! Ich will mit dir ſterben.

Der alte Richard und ſein gutes Weib baten ſie mit aufgehobenen Haͤn⸗ den, auf der Stelle abzureiſen, und ver⸗ ſprachen beyde heilig, fuͤr das kranke Fraͤulein zu ſorgen, als waͤre ſie ihr