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Das Blumenkörbchen : eine Erzählung, dem blühenden Alter gewidmet / von dem Verfasser der Ostereyer
Entstehung
[Giessen] [2024]
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Das Hochzeitmal, das in dem großen Saa⸗ le des graͤflichen Schloſſes gegeben wurde, war ſehr praͤchtig. Anſtatt des ſilbernen Aufſatzes aber, der ſonſt die Mitte der Tafel einnahm, erblickte man zus allgemneinen Freude der Gaͤſte Amalia hatte es heim⸗ lich mit den ſchönſten Blumen gefuͤllt, und es da⸗ hin ſtellen laſſen.

Das iſt, ſprach der Herr Pfarrer von Er⸗ lenbrunn, in der That ein ſehr ſchoͤner, lieblicher Gedanke, die Brauttafel mit dieſem Blumen⸗ koͤrbchen zu zieren. Ein ſolches Koͤrbchen voll Blumen, das wirklich eine Tafel mehr ziert als Gold und Silber, iſt uͤberhaupt ſchon ein ſehr erfreulicher Anblick. Nicht nur koͤnnen wir auf Erden nicht leicht etwas Schoͤneres ſehen; es mnuß auch ein fronmnes Gemuͤth mit fmmmer

7,1

Es f atichſam vollgedrangt von Beweiſen der Allmacht, Weisheit und Guͤte Gottes; denn Gott iſt es ja, der jeder Blume Geſtalt, Farbe und Wohlgeruch gab, und ſie ſchoͤner ſchmuͤckte, als je der groͤßte Koͤnig in aller ſeiner Pracht geklei⸗ det war.

Allein dieſes Blumenkoͤrbchen ſteht als ein ganz beſonderer Beweis der goͤttlichen Vorſehung hier auf der Tafel; denn Gott bediente ſich ja deſſelben, die Schickſale der Braut wunderbar