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die verſchiedenen Wege, auf denen dieſe zwey Maͤdchen wandelten, am Ende fuͤhren.“
Der wuͤrdige Pfarrer von Erlenbrunn hielt vor der heiligen Handlung eine ſehr ſchoͤne An⸗ rede an das verſammelte Volk. Er ſtellte die denkwuͤrdige Geſchichte der Br und ihres ver⸗ klaͤrten Vaters zuerſt kurz dar und pries dann Gottes heilige Vorſehung, die uns Menſchen auf Erden durch Leiden bildet, uns durch Leiden vor manchem Abwege bewahrt, uns in der Froͤmmig⸗ keit, im Vertrauen, in der Demuth, in der Ge⸗ duld uͤbt, uns auf die Freude, die ſie uns auf Erden zudachte, vorbereitet, und— was das vorzuͤglichſte iſt— uns durch Leiden fuͤr den Himmel erzieht, und uns ewiger Freuden faͤhig und werth macht. Er ermahnte die Aeltern, ihre Kinder gut zu erziehen, ihnen Ehrfurcht vor Gott, Liebe zum Guten und Abſchen vor dem Boͤſen einzufloͤßen, indem eine gute Erziehung das beſte Erbtheil ſey, das ſie ihnen hinterlaſſen konnen. Er redete der Jugend recht an das Herz, fromm zu leben, die Aeltern zu ehren, die Un⸗ ſchuld als die ſchoͤnſte Tugendbluͤthe des jugendli⸗ chen Alters zu bewahren und in allem Gottes Gebothe heilig zu beobachten, indem ſie gleichſam eine Hand am Scheide⸗Wege ſeyen, die uns hindeute, wohin wir gehen muͤſſen, um zu Gläͤck und Heil zu gelangen.


