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in Ketten und Banden lag, zu ſolchen Ehren gekommen.
Amalia begleitete, jungfraͤulich bekraͤnzt,
ihre Freundin zur Kirche. Sie glaubte dadurch ihrem Range nichts zu vergeben, und von ihrem Anſehen nichts zu verlieren; in der That gewann ſie vielmehr dadurch bey allem Volke an Liebens⸗ wuͤrdigkeit, und jedermann ſchaͤtzte ſie wegen ihrer Leutſeligkeit und Hergblaſung nur um ſo hoͤher.
Marie ſtand in ihrem Kranze von weißen und rothen Roſen, und in einem veilchenblauen Kleide, mit einem Angeſichte, das lieblicher als alle Roſen bluͤhte, und mit beſcheiden niederge⸗ ſchlagenen Augen, ſchoͤn wie ein Engel, neben dem wohlgebildeten Braͤutigam von hoher, edler Geſtalt, am Altare. Aller Augen waren auf ſie gerichtet.
Der alte Jaͤger Anton ſtand ſeitwaͤrts am Altare, nicht weit von dem Brautpaare. Da er die ſo unbeſchreiblich ſchoͤn bluͤhende Braut er⸗ blickte, fiel ihm Jettchens ſchreckliche Geſtalt auf ihrem Sterbebette ein.„O Gott, ſagte er, wenn nur alle, die hier zugegen ſind, Jettchen geſehen häͤtten, um ſie mit Marie hier in Gedanken zu vergleichen. Sie wuͤrden dann einſehen, wohin
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